Dienstag, 30. Dezember 2008
Ent-taeuscht!
29. Dezember: Einige Illusionen wurden heute zumindest ein wenig Richtung Realitaet korrigiert, auch jene, dass ich meinen Sandkastentraum vom Dritten Nationalratspraesidenten wohl nie erreichen werde - meine derzeitige und zukünftige T-Shirt-Sammlung wird mir da sicher noch einen Strich durch die Rechnung machen und sicher auch mein ehemaliges Abo der links-linken Tintifax-Zeitschrift.
Sonntag, 28. Dezember 2008
Emails
Nach all dem Nachverfolgen der Spuren der letzten Tage bin ich für ein paar Emails ideal informiert und kann mich darauf konzentrieren, dass der Montag nicht mit Sachen verbracht wird, die eigentlich an einem Sonntag Abend erledigt werden sollten.
Drei Stunden Vorsprung
27. Dezember: Was soll man über einen Tag berichten, der für die meisten erst um 16 Uhr beginnt und für mich nur dank der göttlichen Gabe names 'Ich kann drei Stunden früher aufstehen als die anderen' ein Dali-Ausstellung bereit hielt und dann so endete, wie schon so oft berichtet, die Stichworte dazu sind: Çiço, Efes für 1 Euro, Peyote, leere İstiklal-Strasse um 4:30 Uhr.
Bloody Armenians
26. Dezember: Boxing Day, dass hiesse eigentlich Verwandte besuchen, zumindest bleibt uns das in der Türkei erspart und stattdessen wird nur der lokale Pluscity ein Besuch abgestattet und bei Bloody Mary und Efes-Bier darüber diskutiert, wie es denn jetzt wirklich mit dem armenischen Völkermord der Türkei steht.
Das Türkei-Massaker
25. Dezember: Wieder mal ein Beweis, dass englische - ja, ok, so originell ist das jetzt auch wieder nicht - Wortspiele oft nicht im Deutschen funktionieren, wie zum Beispiel, dass ich einen nicht unwesentlichen Anteil am genussvollen Begraebnis eines türkischen Truthahns beim sehr stimmungsvollen Christmas-Dinner in der Wohnung von Tessa und Hendrik hatte.
Christmas Eve
24. Dezember: Wie fühlt es sich an, wenn man am Weihnachtsabend eine Skype-Konferenz mit der Familie hat, dadurch ein wenig verwirrt zurück bleibt und spaeter mit den Erasmus-Kumpels auf die Campus-Party geht und dann noch bis spaet in die Nacht Freibier und Chicken-Wings geniesst? - Doch nur halb so schraeg wie erwartet.
Dienstag, 23. Dezember 2008
Türkische Friseure
Nicht dass es mich stoeren würde, dass die Campus-Haus-und-Hof-Friseure nichts mit meinen Frisur-Wünschen zu tun haben wollen, aber dass sie ihre Künste ihren Kollegen in der Neulerchenfelder Strasse ebenbürtig sind, muss nicht sein.
Zeit hat man nicht, man verschwendet sie
22. Dezember: Mir wurde ja schon von daenischer Seite erklaert, dass ich in manchen Belangen meine Zeit verschwende, ich stehe jedoch dazu und geniesse es auch am Montag stundenlang.
Dali yok
21. Dezember: Heute waere ich sogar auf Kultur aus gewesen, doch wusste das Sabancı Museum bzw. das undurchsichtige Bussystem (das meist nicht einmal Türken durchblicken) von Istanbul perfekt zu verhindern, dass ich mir die Dali-Ausstellung anschaue.
Unkorrekt^2
20. Dezember: Wo ich ja weiss, wie sehr die Zugriffszahlen meines Blogs im Keller sind kann ich auch ganz ungeniert schreiben, dass der Grossteil des Samstag eigentlich zugebracht wurde ein mehr als politisch unkorrektes Frühstück bei McDonalds zu geniessen und den restlichen Tag bei der amerikanischen Cafe-Kette von nebenan zu verbringen.
Samstag, 20. Dezember 2008
Campus-Fadess
19. Dezember: Sie geht um: Die wiederkehrende Gewissheit, dass der Campus zwar ein ausgezeichnetes Lern-Straflager ist, für ein Studentenleben abseits von Hörsaal, Bibliothek und Co aber nur sehr sehr wenig zu bieten hat.
Donnerstag, 18. Dezember 2008
4:0
Noch bin noch nicht ganz auf der Squash-Siegerstrecke - meine Vorhand macht mir noch immer ein wenig zu schaffen, auch mein Service ist verbesserungsfaehig - ein klarer Fall für einen Squash-USI-Kurs, auch wenn sich Square Dance, Schiessen Kleinkaliber, Osteoporosepraevention, Hot Iron, Fliegenfischen, Fit 60-plus und Behindertensport noch so verlockend anhoeren.
Mittwoch, 17. Dezember 2008
So schlimm war's nicht
Wo es schon so viele negativ besetzte Blogeintraege zu Econometrics hier gibt, muss ich eine Ehrenrettung antreten und zugeben, dass Dank dem guten Willen des Professors (Alpay F.., den Nachnamen kann ich noch immer nicht aussprechen) bei der Testgestaltung und das Hoffen auf das Nichtwissen meiner KollegInnen das Gefühl nach dem dem Midterm-Exam diesmal gar nicht so schlecht ist.
Ich kann's nicht
16. Dezember: Ich wollte gerade einen Xing-Account anlegen (dieses Studivz für alle Lohnknechte, die mehr als 1.300 Netto verdienen wollen), doch wie ich schon die ersten Lebenslaeufe und Selbstpraesentationen sah, da ergriff mich dieses 'Nein, das kann ich einfach nicht bringen'-Gefühl, dass ich sonst nur vom Anblick von Anzughemden kenne.
Tell me why I don't like mondays
15. Dezember: Was will man einem Montag schon positives abgewinnen, wenn Ökonometrie das Thema des mehrstündigen nicht gerade erfolgreichen Besuches des IC (Information Center) ist - naja, vielleicht die Erkenntnis, dass nichts leichter ist, als sich von Heteroskedastizität abzulenken.
Montag, 15. Dezember 2008
Re-Opening Party
14. Dezember: Genauso still und würdevoll wie gedacht ist die Wiedereröffnungsfeier der Bibliothek am Sonntag ausgefallen: es war nur das leise Verschieben der Glastür zu hören.
Sonntag, 14. Dezember 2008
Back to Campus
13. Dezember: Ja, der Campus steht noch, auch wenn wegen des Bayrams die meisten Einrichtungen verschlossen stehen, nur einige missmutige Deutsche und Israeli verblieben als letzte Zeugen des universitaeren Betriebs - doch selbst deren schlechte Stimmung konnten mich nicht aufhalten, mit zumindest einer positiven Grundeinstellung ans Lernen für den naechsten Ökonometrie-Test zu gehen.
Freitag, 12. Dezember 2008
Zurück
Das Abenteuer des Ostens ist vorüber, mein Handy wurde doch nicht von den drei dreisten Buben gestohlen, den tschechischen Yogi-Missionar werde ich wohl doch nicht auf Facebook adden und ich bin noch immer beeindruckt von der Landschaft rund um Diyarbakır.
Donnerstag, 11. Dezember 2008
Hasankeyf
Mein Vergleichsmassstab für Ruinen ist ja noch immer die Schaumburg in Hartkirchen/OÖ, so betrachtet ist der Ort Hasankeyf ein Weltwunder schlecht hin - Hunderte verwaiste Wohnhoehlen aus dem 14. Jahrhundert, eine atemberaubende Landschaft und eine kilometerweite Menschenleere, die man sonst nur an einem Sonntag um 8 Uhr auf der Neulerchenfelderstrasse findet sind für mich überzeugend genug.
Mittwoch, 10. Dezember 2008
Erster Abstecher nach Mardin
Ein wundervolles Panorama, das den Blick bis Syrien freigibt wurde mir im Lonely Planet über Mardin versprochen - so weit kam es nicht ganz, aber nach zwei Stunden im beharrlichen Nebel war ich froh wie sich die Wolken lichteten, eine wunderschoene antike Stadt auftauchte, die meinen Vorstellungen über Bethlehem im Jahre 0 ziemlich nahe kam, so dass ich bei der Abreise Mardin schon fast lieben konnte (Lonely Planet sagt naemlich gleich "Alle lieben Mardin").
Dienstag, 9. Dezember 2008
Flucht
Heute startet die Flucht vom Campus (der aufgrund seiner Menschenleere gerade eher eine Vorlage für einen Horrorfilm liefert) in den Tiefen Osten der Türkei, wo wohl nicht nur unzaehlige Bart- und KopftuchtraegerInnen besichtigt, sondern auch die historischen Staetten von Diyarbakır und Hasankeyf besucht werden.
Montag, 8. Dezember 2008
Was blieb übrig
Trotz eines motiverten Istanbulprogrammes plus abschliessender Campusbesichtigung liessen wir den Grossen Bazar, die Zisterne, Shantel im Babylon-Club, die Ritim-Bar, Üsküdar, eine Bosporus-Bootstour, den Harem im Top Kapi Palast und den Genuss eines immer wieder verdaechtigen Kokoreç-Sandwiches links liegen.
Sonntag eben
7. Dezember: Es ist Sonntag und nach dem gestrigen Abschiedsfortgehen (Alex und Genevieve reisen nach England/USA zurück) wird es auch 14 Uhr bis wir das Hostel verlassen und uns auf den Schiffsweg nach Kadiköy machen um spaeter noch mal ein nettes Shishalokal aufzusuchen.
Jubliaeum
6. Dezember: Auch wenn dies meinen 100. Blogeintrag darstellt, erzaehle ich nichts vom harten Leben des Blogschreibens, sondern davon, dass wir heute den mit Prunk überfrachteten Dolma Bahçe-Palast besuchten und zwecks Kulturclash danach das Museum 'Istanbul Modern' besichtigten, bei der zB die zeitgenoessische Sammlung des österreichischen Energiekonzerns Verbund zu sehen ist.
Die echte Hagia Sophia
5. Dezember: Nachdem Stefan am Vortag die Chance verpasste, die echte Hagia Sophia zu besichtigen und statt dessen in der Blauen Moschee landete, erhaelt er nun einen Besuchstermin bei der Hagia Sophia mit all ihren tollen Mosaiken, dem Top Kapi mit seiner tollen Aussicht und einem anstaendigen Balik Ekmek, das selbst beim abendlichen Hamam-Besuch noch immer den Verdauungstrakt beschaeftigte.
Peyote
4. Dezember: So klein kann doch Istanbul sein - bei einem Abstecher in den Stammclub 'Peyote' treffen wir auch noch gleich die Fjendbo-Plan-A-Freundin/Kunststudentin/Türkin/noch-immer-raetselhafte Didem, die uns auch noch gleich auf das 'geverde'-Konzert einlaedt.
Donnerstag, 4. Dezember 2008
Besuch
3. Dezember: Mit einigen Umwegen ist Stefan doch beim Hostel angekommen, als Vorgeschmack gab es gleich einen naechtlichen Irrspaziergang und am folgenden Wochenende werden seine und meine Istanbul-Kenntnisse noch weiter verbessert.
Alkoholverbot
2. Dezember: Selbst Geburtstagsfeiern werden vom Alkoholverbot am Campus nicht ausgenommen, 30 Europaer, eine Geburtstagstorte und einige Flaschen Vodka und Whiskey waren sofort im Visier der Campus-Security bzw. der Überwachungskamera im TV-Raum und mussten so kurzerhand flüchten.
Dienstag, 2. Dezember 2008
Fjendbo-Booklet
1. Dezember: 1 Daene, 25 Jahre, 1 Tag, 25 Stunden, 1 Booklet, 1 Deadline, 10 Verspaetungen, 1 Sekt, 15 Euro
Sonntag, 30. November 2008
Schauer Argus Welfare System
Endlich ist der Name Schauer dort wo er hingehoert - naemlich in der "Die Zeit", aber nicht wegen ausserordentlicher Verdienste der Schiedlberger Schauer-Sippe, sondern weil die Hausruckviertler Schauer Agrotronic Gmbh ("Immer eine Idee voraus") auf der groessten Deutschen Landwirtschaftsmesse mit ihrer Innovation names Argus Welfare System vertreten war - dabei handelt es sich um ein elektronisches Schweinestallsystem, dass die Schweine elektronisch ueberwacht, ihre Bewegungsablaeufe dokumentiert und dadurch mittels Logarithmen ihren Gesundheitszustand feststellt, im Notfall auch gleich ein SMS an den fortschrittlichen Landwirt schickt.
Samstag, 29. November 2008
Sensation - neuer exklusiver Haider-Film
In Stefan Petzner stecken noch mehr Talente von denen man eigentlich gar nichts wissen wollte - all die Zeit, die er jetzt nicht mehr in mit seinem Lebensmenschen verbringen kann wurde gleich dazu genützt um einen Haider-Film zu 'produzieren' - dank Microsoft Office musste nicht mal ein neues Schnittprogramm angeschafft werden.
Bier her
28. November: Auch wenn ich mindestens zwei Mal am Tag beteuere (bzw. beteurern muss), wie begeistert ich nicht von Istanbul und der Türkei bin, darf ich trotzdem sagen, dass ich mich auch schon wieder auf die Zeiten freuen, wenn ich nach einer bewaeltigten Prüfung im SV mit StudienkollegInnen ein gepflegtes Hirter-Bier trinken darf - denn leider spielt am Sabancı-Campus das Alkohol-Verbot da nicht mit.
Freitag, 28. November 2008
Magenschmerzen
27. November: Schwachsinn erzeugt Magenschmerzen, besonders wenn man wiederholt den Fehler begeht und sich beim Mittagessen neben bestimmte deutsche, israelische oder amerikanische Austauschstudenten setzt und vor lauter Panik- und Fluchtgedanken einfach zu schnell in sich reinschaufelt.
Donnerstag, 27. November 2008
Übel Übel
26. November: Bis jetzt hab ich geglaubt, dass mir nur beim Durchklicken von Burschenschaft-Homepages schlecht wird, Shell und Vattenfall haben mich jedoch eines Besseren belehrt - da lob ich mir rechtsextreme Burschenschaften, die ihre antidemokratische Haltung grossteils recht offen zugeben, aber Energiekonzerne, die mit teuren Imagefilmen, wo dauernd unberührte Landschaften gezeigt werden (vor ihrer Zerstörung von Shell, BP und Co), und heuchlerischen Kampagnen PR machen, da fühl ich mich echt dem Kotzen naeher als nach jedem gepflegten BigMac-Menü.
Dienstag, 25. November 2008
Peter alleine zuhause
Dieser Tage bin ich noch ein Stück mehr von meinem Zimmerkollegen Can (ausgesprochen 'Dschan') begeistert (obwohl ich noch immer den versprochenen Kühlschrank vermisse - naja, es kommt ja eh bald Weihnachten), das hat wohl damit zu tun, dass er seit zwei Tagen nicht da ist - er sagt, Autopickerl machen - ich sag, endlich ein positiver Effekt der türkischen Arbeitsmoral.
Montag, 24. November 2008
Mit dem 52er oder dem 58er drei Stationen bis Rustengasse
Auch wenn es mir viel laenger erscheint, ist zirka ein Jahr vorbei, dass ich meinen gesellschaftlichen Aufstieg vom Schwendermarkt, über einen Zwischenstopp in der Neulerchenfelderstrasse bis in die Ottakringer Strasse geschafft habe - und es geht ab Februar mit der Vorarlberger-WG in der Gymnasiumstrasse nach Döbling, wo ich endlich sozialen Ausgleich betreiben und die Kaufkraft dort deutlich senken darf.
Sonntag, 23. November 2008
Kultur Kultur
Auch wenn sich dieses Wochenende zwar der Besuch der Dali-Ausstellung wieder mal nicht ausgegangen ist, wurde zumindest kraeftig im Hamam geschwitzt und hautgereinigt und das alles genossen mit den Nachwirkungen der Markus-Tanzmann-Nacht im Club Indigo.
PolitikerInnen mit Rückgrat
22. November: Es scheint wohl, dass man in Österreich als PolitikerIn zurücktreten muss, damit man Ernsthaftigkeit und Rückgrat erkennen kann - Stefan Petzner ist zwar auch gerade zurückgetreten worden, aber eigentlich ist damit Josef Broukal, Norbert Steger, Karin Gastinger und Ursula Plassnik gemeint, Wolfgang Schüssel wird das wohl nie schaffen.
Geraeusche, die ich (fast) nicht mehr aktiv in Istanbul wahrnehme
21. November: Das 'buyur' der Wet-Hamburger-Verkaeufer, das mehr oder minder rhythmische Klappern der Maroniverkaeufer mit ihrer Zange, das Haendeklatschen der Kebabverkaeufer, der schrille Hupton der Polizei, das Bim der Istiklal-Strassenbahn, die Muezzin-Rufe, die lautstarke Musik vom Karaokeklub neben unserem Hostel und der nervige Baby-Mobile-Türglocken-Sound vom Hostel.
Donnerstag, 20. November 2008
Verurteilt
Ein Menschenfreund wie ich eben bin, habe ich neue Vorurteile über Nachbarvölker entwickelt, wie zum Beispiel, dass Ungarn noch immer so an die Saettigungsbeilagen der Kommunismus-Kantine gewoehnt sind, dass sie sogar zu Reis noch drei Extra-Semmeln benötigen.
Studenten hört die Signale
19. November: Wohl unter dem Motto 'Das kann doch nicht alles sein' demonstrierten ein paar hundert StudentInnen, nur mit ein paar Djemben und einem gewissen Gefühl im Bauch ausgerüstet, von 1 bis 2 Uhr früh am Campus, doch weder für Weltfrieden noch die Vernichtung der PKK, viel eher wollte man sich Luft machen, ohne wirklich zu wissen wieso und warum.
Mittwoch, 19. November 2008
Müsli-Diktatur
Schon seit drei Tage schreibe ich am perfekten Schlusssatz für meinen hoffentlich akzeptierten Lebensart-Kommentar und ich weiss noch immer nicht wie ich dazu stehe, eine Biodiktatur einzuführen, in der die fünf erlauchten Prozent der Bevölkerung, die zum Bio-Müsli greifen, dem Rest der Welt vorschreiben endlich mit der Ressourcenausbeutung Schluss machen zu müssen.
Dienstag, 18. November 2008
Plaene für diese Woche
17. November: Am Campus ist man ja schnell dazu gezwungen sich überwiegend mit Studieren zu beschaeftigen, die einzige Ablenkung neben Squash bietet nun die Gelegenheit endlich wieder richtiges Studentenfutter zu geniessen und Pasta con Pesto zu kochen.
Sonntag, 16. November 2008
Plaene für das naechste Wochenende
Nachdem wir am Wochenende schon wieder in den gleichen Lokalen und Clubs gelandet sind (zuerst Bier im Ritim-Pub, dann tanzen und weitertrinken im Peyote-Club), wurde beschlossen für das naechste Wochenende endlich mal ein Kulturprogramm einzuschieben und so werden wir ein Hamam aufsuchen, die Dali-Ausstellung anschauen und mal im Stadtteil Ortaköy fortgehen.
Handtaschen Dörfler Erlangen
15. November: Ich hoffe noch immer instaendig, dass er neue Kaerntner Landeshauptmann bei seiner Rede beim BZÖ-Treffen mit seinem Menschenrechtssager nicht auf seine besondere Auspraegung von Grenzdebilität aufmerksam machen, sondern nur seinen deutschen Verwandten eine kostenlose Werbung für ihr Taschengeschaeft verschaffen wollte.
Freitag, 14. November 2008
Freitag am Campus
So ein Freitag am Campus drückt eigentlich schon auf's Gemüt - oder ist es das Mikroökonomie-Lernen? -, die einzige Chance dagegen etwas zu tun, ist morgen sofort nach dem Midterm-Exam in die Stadt zu fahren.
Es war doch so schön...
13. November: ...als ich von meinen neuen Erasmus-best-friends-forever noch keine Geschichten über eine verunglückte Ex-Freundin, Antidepressiva, verkorkste Vater-Beziehungen, einen krebskranken Vater, Magersucht... kannte - warum haben wir es einfach nicht dabei belassen?
Mittwoch, 12. November 2008
Weiter geht's
Nach dem heutigen Ökonometrie-Midterm-Desaster, das sogar saemtliche AMC2-Niederlagen (zwei) in den Schatten stellt, geht es weiter mit Mikroökonomie.
Nick ist raus
11. November: Nicht dass Nick (ein englischer Austauschstudent der Uni Exeter, den ich noch immer verdaechtige Mitglied einer akademischen Hooligan-Verbindung zu sein) rausgewaehlt wurde, aber wie es wohl scheint waren das Heimweh bzw. die Alkohol-Entzugsbeschwerden am Campus wohl doch staerker als saemtliche Erasmus-Annehmlichkeiten der Türkei.
Dienstag, 11. November 2008
Meine Wahl
10. November: Da heute der viel erwartete Augenblick eingetreten ist, meine Wahlkarte für die Nationalratswahl entgegen nehmen zu dürfen, wurde von mir auch sofort gewaehlt: Also ich stimmte doch nicht für die Liberalen (bei allem Glauben in den Wert meiner Wahlstimme, aber bei so einem lausigen Ergebnis kann auch ich ihnen nicht mehr helfen), sondern wieder mal für die Grünen und dazu hat noch Maria Wimmer meine Regionalwahlkreis-Vorzugsstimme erhalten - nicht dass ich sie persönlich kennen würde, aber 'Maria Wimmer', einer Person mit solch einem Namen kauf ich sofort ab, dass sie sogar die dritte Strophe von Hoamatgsang kann (Zur Erinnerung: Dahoam is dahoam, Wannst net fort muaßt, so bleib; Denn d'Hoamat is ehnter; Der zweit Muaderleib.)
Montag, 10. November 2008
Bilderlos
9. Oktober: Es stimmt, bis jetzt wurden noch keine Istanbul-Fotos von mir veröffentlicht - wer also lieber Fotos anschaut als meinem Blog vertraut, der benötigt nur einen Facebook-Account um sich verzugewissern, wie es so um mich steht.
Sonntag, 9. November 2008
15 Sekunden FPÖ-Parodie
8. Oktober: Wie viele Radmuttern würden wohl gelockert werden, wieviele Leichenwaegen würden wohl für Oliver Baier bereit stehen, wie viele Auftritte würden wohl abgesagt werden müssen, wenn der ORF die Montevideo-Folge 'EU' wiederholen würde, bei der ein Presseartikel mit der Überschrift "Kaerntner Blaue kündigen naechsten Boykott an" damit kommentiert wird, in dem drei als Schlümpfe verkleidete Schauspieler wie nicht wild brüllend und auf die Tischplatte schlagend bei einer gespielten Pressekonferenz 'Wir protestieren auf allen Vieren' in Confetti-TV-Mikrofone hineinschreien (Leider konnte ich diese 15 Sekunden Sequenz nicht auf Youtube stellen - da hatte wohl die Türkei wieder was dagegen).
Samstag, 8. November 2008
Ich fühle mich geehrt
Laut blogspirit besitze ich seit einigen Tagen einen (!) regelmaessigen Leser: Meinen Zwillingsbruder (siehe seinen VW-Bus-Blog)- jetzt weiss ich wirklich wie es um meine Reichweitenwirkung steht.
Freitag, 7. November 2008
Montevideo lebt
6. Oktober: Ja wirklich: Auch 14 Jahre nachdem Baier, Haipl und Votava als Trash-Fernsehgroessen brilliert haben (laut Wikipedia stammt die Idee auch von Stefan Ruzowitzky) , kann man über eine Website noch immer viele Folgen von 'Im Sumpf', 'Salon Helga', 'Projekt X' oder eben auch 'Montevideo' geniessen, oder zumindest sich wieder mal in Erinnerung rufen.
Mittwoch, 5. November 2008
Bayer hilft
Mit Benical Cold, Aspirin +C, Bioflorin, Otrivine und Tantum Verde ausgestattet befinde ich mich am Weg der Besserung.
Dienstag, 4. November 2008
38,7 - da faengt es erst an warm zu werden
Aus meinen Lernplaenen wurde doch nichts: 38,7 Grad Celsius Körpertemperatur haben das erfolgreich verhindert.
Montag, 3. November 2008
Morgen beginnt ein neuer Erasmus-Abschnitt
Morgen, ich bin mir ganz sicher, wird es passieren: Jetzt wo ab morgen die anderen Europaer bei einem Seminar in der Stadt sind werde ich erstmals ersthaft lernen, all mein Desinteresse für Mikroökonomie und Ökonometrie bei Seite schieben und mich in all die Estimators, Elastizitaeten, Isoquanten, Kovarianzen und Regressionen vertiefen.
Sonntag, 2. November 2008
Ein untypischer Samstag
Es gibt doch eine Richtigstellung zum vergangenen Samstag, da wir mit einem Hangover vom Freitag ausgestattet zu viert zu den Prinzeninseln fuhren (1,5 Stunden Bootstour), dort die Insel besichtigten und sich die Tandem-Erfahrung meines Bruders bewahrheitete, dass zu einem Tandem-Team optimalerweise immer vier Pedal-tretende Füsse dazugehoeren.
Ein typischer Samstag
1. November: Wieder mal so ein typischer Samstag, wo ich es schon wieder nicht geschafft habe im Handygeschaeft die laestigen Fussball-SMS abzubestellen, mir im deutschen Buchladen auf der İstiklal Caddesi Sekundaerliteratur zu Pierre Bourdieu zu besorgen, im Carrefour-Supermarkt einen Biervorrat für den Campus anzulegen und ebendort nach Pesto Ausschau zu halten.
Freitag, 31. Oktober 2008
Gutes Zeichen
Ich glaube, dass es ein gutes Zeichen ist, dass bei dem Facebook-Feature "People you may know" jetzt zu 90 Prozent irgendwelche falschen türkischen Freunde, Bekannte und vielleicht auch ein paar echte Freunde von meinen falschen türkischen Freunden, Bekannten und den paar echten Freunden angezeigt werden.
Donnerstag, 30. Oktober 2008
Auch die zweite Zensur überlebt
Nachdem ich ja schon waehrend meines Zivildienstes mit einem netten "Oder doch?" zensiert wurde und diesen Ursi-Streich (was da wohl jetzt bei der Linzer Kirchenzeitung los ist?) überlebt habe, ist auch die zweite Zensurperiode vorbei (dass dies jedoch nur ein Tropfen auf den heissen Stein ist, erklaert der aktuelle Artikel der Süddeutschen Zeitung zur Internetzensur in der Türkei).
Happy Republic!
29. Oktober: Nach so viel Fahnenschwenken, patriotischen Raki-Trinken und der Aufenthaltsgenehmigung in der Tasche können wir uns nach dem Staatsfeiertag ohne schlechtes Gewissen als Türken bezeichnen.
It's my life
28. Oktober: Endlich sind wir auf der ersten Erasmus-Party angekommen und so wurden wir auch gleich auf dieser "Hippie"-Party von den Spicegirls, Dr. Alban und Boney M. empfangen.
Montag, 27. Oktober 2008
Zuhause ist wo was im Kühlschrank ist
Diese Lebensweisheit wollte ich besonders allen meinen türkischen Bloglesern auf den Weg mitgeben (Anmerkungen: Genauso wahr, dass ich wohl keine türkischen Blogfans habe ist auch, dass mein Zimmerkollege noch immer keinen Kühlschrank angeschafft hat und ausserdem sollte noch erwaehnt werden, dass dieses Zitat aus einem IKEA nachahmenden MÖMAX-Inserat stammt), doch blogspot.com ist in der Türkei wie YOUTUBE zuvor nur über eine Proxy-Server-Website erreichbar, da wohl die AKP darauf aufmerksam wurde, dass eine der unzaehligen Blogspot-Seiten etwas gegen das Türkentum, Erdogan, Gül, Atatürk, das Militaer oder auch nur etwas Abfaelliges zum Nationalismus-Wahn der Türken geschrieben hat.
Sonntag, 26. Oktober 2008
Wieder mal so ein Sonntag...
...an dem man die über das Wochenende verloren geglaubte Privatsphaere nachholt, auf der Haelfte der Facebook-Accounts etwas mit "hangover" zu finden ist und ab acht Uhr am Abend langsam aber doch mal die Suche nach der richtigen Loesung der Econometrics-Homework beginnt.
Zu viel moderne Kunst
25. Oktober: Laurens (Nein - das ist nicht mein Alter Ego) konnte die ganze moderne Kunst der KunststudentInnen wohl wirklich nicht nüchtern ertragen, anders ist sein Frühstart in die Freitag Nacht mit seinen zehn Freibier (Beck's) nicht zu erklaeren.
Freitag, 24. Oktober 2008
Tavuk Biftek
Bei aller Verwirrung zur Unbiasedness des b1-OLS-estimator, gibt zumindest die Vorfreude auf Tavuk Biftek (Hendl-Sandwich) und gefüllte Muscheln in unserer Istanbuler Fastfood-Bude Nummer 1 noch Halt im Leben.
Donnerstag, 23. Oktober 2008
Welche Wörter ich in Istanbul vermisse
freilich, gschert, passt, Gwand, verdammt, ahso, eh klor, fix nu amoi, gemma, Topfm, gscheid
Mittwoch, 22. Oktober 2008
Türkischer Meisterkoch
Man nehme Kartoffeln, eine Zwiebel, Tomaten, Paprika, ein wenig Knoblauch, Gewürze und Öl - erhitze alle Zutaten in einem Kochtopf und gelte für türkische Studentenverhaeltnisse schon als Meisterkoch.
Dienstag, 21. Oktober 2008
Kurioses aus der österreichischen Innenpolitik
Man erfaehrt auch in der Türkei, dass...
...ein Pfarrer erst jetzt bemerkt wie christlich-sozial die ÖVP wirklich ist
...der Ehemann von einer Ex-ÖVP-Gesundheitsministerin noch immer nicht die ganze EADS-Korruptionssache ausgesessen hat
...der Wissenschaftsminister fleissige Studenten finanziell benachteiligen will
...der Presse-Chefredakteur wirklich noch peinlicher als voher angenommen ist
...ein Pfarrer erst jetzt bemerkt wie christlich-sozial die ÖVP wirklich ist
...der Ehemann von einer Ex-ÖVP-Gesundheitsministerin noch immer nicht die ganze EADS-Korruptionssache ausgesessen hat
...der Wissenschaftsminister fleissige Studenten finanziell benachteiligen will
...der Presse-Chefredakteur wirklich noch peinlicher als voher angenommen ist
Montag, 20. Oktober 2008
Jeden Tag etwas neues berichten...
faellt auf diesem Campus manchmal ziemlich schwer, da wird schon die Tatsache zum Tageshighlight, dass mein Zimmerkollege (Can) plant einen Kühlschrank zu kaufen.
Sonntag, 19. Oktober 2008
Also die Süddeutsche Zeitung war mir schon immer sympathisch
Nein wirklich, nicht nur dass im Gegensatz zum Online-Spiegel die Gossip-News (Heute besonders wichtig: Camillas Geschenke für Charles: Liebesbriefe in Leder gebunden) nicht sofort unter den Schlagzeilen, sondern erst im sechsten Themenblock zu finden sind, bin ich noch mehr begeistert, dass wenn auch sehr gut versteckt die MusikarbeiterInnenkapelle endlich vom deutschen Feuilleton entdeckt wurde (Digital/Analog: Elektronische Vorbilder).
Noch immer zu wenige Kommentare
Ich glaube mein Blog stellt wirklich einen Rekord in der Abwesenheit von LeserInnen-Kommentaren dar, vielleicht liegt es an meiner Aneinanderreihung von belanglosen und teilweise unkreativen - weil wie heute um 5 Uhr früh im World House Hostel verfassten - Geschichten, die nur schon wieder davon handeln wie cool nicht der Pixies-Club war und wie cool Istanbul sowieso und überhaupt ist.
Freitag, 17. Oktober 2008
Live is life
İrgendwie bin ich schon froh, dass nicht mein 21. Geburtstag (im Gegensatz zu Tom Clayton aus Bath) mit dem noch immer unseligen Lied "Live is life" von Opus eingelaeutet wurde.
Donnerstag, 16. Oktober 2008
Nicht, dass ich Ökonometrie nicht leiden könnte
Nein, ich hasse es wirklich vor einer Hausaufgabe zu stehen, wo vor lauter Pr, Y, E, Summenzeichen, Standardabweichungen... die Tatsache, dass man in der Volksschule gekrönter Meister des kleinen Einmaleins war, gar nicht weiterhilft.
Mittwoch, 15. Oktober 2008
Mein Statistik-Karma
İrgendwie ist wohl mein Statistik-Karma nicht ganz im Lot - wie kann es sonst passieren, dass ich beim Wort Varianz und all diesen netten griechischen Buchstaben jegliche innere Ausgeglichenheit verliere.
Dienstag, 14. Oktober 2008
PoWi - Nein Danke!
Lange hab ich mich mit dem Gedanken gespielt, doch mal Politikwissenschaften zu studieren - jetzt seh ich dank meiner neuen BFF (best friends forever), dass man dafür einfach zuviel lesen muss.
Montag, 13. Oktober 2008
Ein Halbsatz über den Austrofaschismus
Eigentlich wollte ich ja erzaehlen, dass ich ab morgen mein Spanisch verbessere (wenn es schon nichts mit dem Türkisch wird), aber dann bin ich heute darauf gestossen, dass es Dollfuss wirklich geschafft hat in die Geschichte einzugehen: ganze vier Seiten werden seinem Austrofaschismus in einem 400-seitigen Geschichte-Lehrbuch ueber europaeische Diktaturen von 1918-1945 gewidmet - das wird sogar Haider nicht zusammenbringen.
Sonntag, 12. Oktober 2008
Stadler hat es schon immer gewusst
Jetzt haben wir Gewissheit: Seitdem sich Florian Scheuba's Alter Ego Stefan Petzner als BZÖ-Obmann gezeigt hat ist endlich klar, dass Ewald Stadler schon recht hatte, indem er das BZÖ mehr als Kabarettprogramm mit dem Titel 'Bienenzücher Österreichs' denn als politische Partei identifizierte.
Samstag, 11. Oktober 2008
Die Top 3 der Klugscheisser-Saetze des Zeit-Magazins
Am liebsten wuerde ich diese Billigflieger boykottieren - Bei Balsamico muss man genau darauf achten, welchen man kauft - Ich wuerde mich wirklich freuen, wieder mal einen echten Brief zu bekommen
Freitag, 10. Oktober 2008
Glueckszahl 14
Heute Fremdenpolizei, 5 Stunden offensiv Schlange stehen, 81 Lira, 2 Tage Bearbeitungsdauer, 1 Toast und 1 kleine Pizza, der erste Kontakt mit Oesterreichern und die Erkenntnis, dass am 24. Oktober im oesterreichischen Konsulat der Staatsfeiertag gefeiert wird.
Donnerstag, 9. Oktober 2008
Uni-Weisheiten des heutigen Tages
Nur einige davon: Der Vertrag von Lausanne 1923 hat die türkische Republik mit ihren Grenzen international akzeptiert, der Kaffeeautomat im Management-Building auf Ebene G ist kaputt, das Konzept von Nachfrage-Angebot kann nicht oft genug wiederholt werden, 200 g Weintrauben kosten beim Unisupermarkt 'Dia' 60 Lira-Cent.
Mittwoch, 8. Oktober 2008
Kochutensilien
Trotz fehlendem Kühlschrank und einer viel zu weit entfernten und viel zu kleinen Küche, nenne ich trotzdem gerade die folgenden Kochutensilien die meinen: 2 Paprika, 1 Tomate, 1 Banane, 4 Eier, 500 ml Haltbarmilch, 200 ml Olivenöl, 900 ml Essig, 150 g Nutella, 900 g Mehl, 1 Rolle Alufolie, halbes Brot, 400 g Salz, 1 Gewürztrommel, 350 g Nudeln, 4 scharfe Obstmesser, 1 Kochtopf + Deckel, 1 kleine Pfanne, 9 Plastikteller, 8 Plastikgabeln, 9 Plastiklöffel, 1 Streichmesser, 1 Gabel, 1 kleine Dose Thunfisch, 1500 g Zwiebel, 2000 g Kartoffel, 100 g Müsli, 135 g Cookies with Cocoa Cream Filling, 80 g Schokolade, 1 grosse Hartplastikschüssel, 3 Plastikbecher, 2 Schwaemme, 1 Geschirrspülmittel
Dienstag, 7. Oktober 2008
Beim Friseur
Türkische Friseure haben es wohl nicht so mit der Asymmetrie - lieber wird dem Australier genug Gel und Haarwachs für das naechste halbe Jahr auf dem Weg mitgegeben.
Montag, 6. Oktober 2008
Squash
Das einzige Mittel die Alkohol-Prohibition unter der Woche am Campus zu ertragen ist wohl wirklich nur Squash zu spielen - jetzt wissen wir zumindest auch mal alle Regeln.
Sonntag, 5. Oktober 2008
3 Tage wach
Inga Humpe und Lützenkirchen verfolgen mich bis in hintersten Clubwinkel von Istanbul - Danke.
Samstag, 4. Oktober 2008
Ende des Roadtrips
Jetzt ist er vorbei, mein erster und wohl für lange Zeit spannendster Roadtrip in der Türkei, heute wird nur noch geschlafen und kraeftig in İstanbul fortgegangen.
Fjendo
3. Oktober: Obwohl in der Vornacht Fjendo nicht seine gefürchteten Fjendo-Time-Moves machen konnte, sondern nur den Muschelverkaeufer halbleer fressen konnte, bewegen wir uns trotzdem guten Willens zur letzten Stadt auf unserer Reise: Bursa.
Noch ein Tag im Auto
2. Oktober: Am Ende dieses Tages sind wir in İzmir angelangt, haben zwar nicht dessen Schönheit entdeckt, jedoch die Diskofiaker der Strandpromenade und ich hab endlich einen Grund gefunden nicht schwul zu werden - Celal (mein Mentor) würde das naemlich auf keinen Fall akzeptieren.
Acht Lira - niemals
1. Oktober: Für acht Lira lassen sich in der Naehe von Fethiye entweder eine Tempelanlage (aehnlich zu Petra in Jordanien) oder eine verlassene Ruinenstadt besichtigen - soviel ist uns jedoch Kultur heute nicht wert - und es geht weiter zum Strand von Ölüdeniz - traumhaft blaues Meer inbegriffen.
genuine fake
31. September: Nach einem weiteren Strandtag geht es weiter nach Fethiye, dem Mekka der Lieberhaber von "genuine fake watches".
Ich bin cool, du bist cool, wir sind cool
30. September: In genau solch einer Unterkunft (noch viel mehr - einem Treehouse) sind wir in Olympos gelandet - 25 Lira und du gehörst zur Backpacker-Elite der Türkei.
Danke Lonely Planet
29. September: Danke Lonely Planet - Danke für den netten Innenhof, Danke für das Efes um 3 Lira, Danke für das Frühstück, Danke für die Dusche, Danke für das Klo (auf dem man sitzen kann), Danke für den Strand, den wir am Weg nach Olympus entdeckten.
On the road again
28. September: Nach einem spektakulaeren Beginn der Reise (2 Polizeistationen, 2 Krankenhaeuser, 1 Aquaplanning-Autocrash, 0 Verletzte) und einer Nacht in der zweischlechtesten Unterkunft meiner Reise-Karriere (nur getopt von einer "Unterkunft" in Lepsi/Kasachstan) sind wir wieder auf der Strasse unterwegs und erledigen in einem Tag die ganze Strecke nach Antalya.
Samstag, 27. September 2008
Fertig los
Nach so viel Ankündigung geht die Reise jetzt endlich los - meinem Squash-Muskelkater zum Trotz - das bedeutet wohl auch eine kurze Unterbrechung des Blogs. (27. September)
Freitag, 26. September 2008
Hab ich schon was kontroversielles geschrieben?
LiebeR zukünftigeR ArbeitgeberIn: Falls ich in diesem Blog zu sehr Stellung beziehe, jemanden, eine Volksgruppe oder auch nur eine unnütze Schmetterlingsart beleidige, dann bitte ich vielmals um Entschuldigung - im Gegenzug zu einem angemessenen Einstiegsgehalt kann ich mich für Sie in einen profil- und kantenlosen Lohnknechten verwandeln - ich freu mich schon darauf.
Donnerstag, 25. September 2008
Gen Süden
Am Samstag startet die Reise Richtung Süden - 10 Leute, 2 Autos, 1 Türke und 1 Woche Zeit.
Mittwoch, 24. September 2008
Autos brannten keine
Heute ging es rund: Die StudentInnen von Sabancı protestierten gegen die steigenden Preise der Mensa - doch alles war ganz friedlich, nicht mal eine Essenschlacht - nur heute Abend wird eben die Kantine bestreikt.
Dienstag, 23. September 2008
Am Weg zum Glück mit...
Die Zeit, Vodka "Bazooka", Turkcell-Handy, Squash-Partner Laurens, angekommenen Dorm-Geld, Plaenen fuer die naechste freie Woche
Montag, 22. September 2008
youtube weiter gesperrt
Youtube und andere aehnliche klingende Websites sind noch immer in der Türkei gesperrt - vielleicht wird bei aller türkischer Modernitaet auch mal mein Blog gesperrt wenn mir noch ein bloeder Witz zu Gottvater Atatürk einfaellt.
Sonntag, 21. September 2008
Was noch fehlt zum grenzenlosen Glück
Eine Türkcell-Sim Karte, eine Gemeinschaftsküche mit einem Ofen, eine Gemeinschaftsküche mit integrierten Kühlschraenken, eine Wasserpfeife, billige und gute Verpflegungsmöglichkeiten am Campus, eine Möglichkeit Bier am Campus zu kaufen, ein billiges aber super hochwertiges Tenorhorn mit dem ich eine Skaband im Uni-Music-Club gründen kann.
Samstag, 20. September 2008
Die Erasmus-Party ist gesichert
We did it - wir sechs (ein Daene, zwei Hollaender, ein Schwede, eine Waliserin und ich) haben uns ein Hostel fuer die Wochenenden gesichert - 15 an der Zahl.
Donnerstag, 18. September 2008
Erste Flucht vom Campus
Es ist schon so weit, dieses Wochenende flüchten wir uns das erste Mal vom Campus in die Stadt und es gibt auch schon Plaene eine Wohnung naehe Taksim zu mieten, um öfter ausbrechen zu können. (19. September)
Fast optimal
Was klappt schon ganz gut in meinem neuen Campusleben: das İnternet, mein Englisch, meine Verdauung - die ist in Laender wie der Tuerkei gar nicht so unwichtig, die Kursregistrierung und natuerlich die Erkenntnis, dass einige Vorurteile ueber Deutsche und Finnen gar nicht so unwahr sind.
Mittwoch, 17. September 2008
Angekommen
Die Zweifel sind verflogen, das İnternet ist angekommen, der Zimmerkollege ist noch immer nicht da und die Hollaender sind feine Leute.
Dienstag, 16. September 2008
Gekommen um zu bleiben
Ja, ich bleibe am Campus - trotz nicht wirklich zufriedenstellend auszahlender Bankomaten, dem fehlenden Alkohol und des wirklich fehlenden Freizeitprogramms.
Montag, 15. September 2008
Tag X
So, der Tag X ist endlich angebrochen, ich kann auf den Uni-Campus und verlasse das İ-Hostel, das noch immer nicht genug Bestechungsgeld zusammen hat, um sich ein Strassenschild leisten zu koennen. (15. September)
Sonntag, 14. September 2008
Die Hostel-Frage dieser Woche
"And are you also looking for an appartment?" - Welch Glueck, dass ich einfach mit "No" antworten kann.
Samstag, 13. September 2008
Unbekannt
Bis jetzt traf ich viele Leute in İstanbul, doch weder waren Fritz Dinkhauser, die Kuernberger Volkstanzgruppe auf Sommerausflug, der Schiedlberger Seniorenbund, die Wolferner KFB, die PKK oder die Zeugen Jehovas darunter - gottseidank.
Freitag, 12. September 2008
Lonely Planet-Hostel
Wenn auch ungeplant landete ich in einem Lonely Planet-Hostel um wieder einmal mehr ueber hollaendische Sozialprogramme fuer schwule muslimische Jugendliche, Backgammon, die amerikanische Immobilienkrise und Bierbeisl in Gent zu erfahren.
Mittwoch, 10. September 2008
Angekommen
Ja endlich, um 4 Uhr frueh bin ich im World House Hostel in Istanbul angekommen - das gehoert gefeiert und gebloggt. (11. September)
Mein Gepäck
Eine kurze Vorstellung: Vier Gepäckstücke, rund 25 Kilo, ein extrem schweres Mikroökonomik-Buch, ein um nichts leichteres Makroökonomik-Buch, ein Türkei-Lonely Planet, eine Kreditkarte, ein Pass + Visum, eine Füllfeder, ein Raiffeisen-Kugelschreiber, zwei Impfpässe, viele Lieblings-T-Shirts und andere Sachen, die auch du einpacken würdest.
Was zuhause bleiben musste
Zwar fahren ich und mein wichtigstes Gepäck morgen nach Istanbul, jedoch müssen einige Sachen zuhause bleiben: das Feldbett, meine erste Canon-2 Megapixel-Digitalkamera, mein 20-Zoll-Monitor, mein Laptop, das Tenorhorn + Mundstück, mein unbenütztes Laufshirt und meine erste selbst gekaufte CD (Liquido - Narcotic). (9. September)
Abschiedstour
So kurz vor der Abreise bewältige ich noch meine persönliche Abschiedstour und erfahre dabei viel über das vierrädrige, 400 Watt starke Leichtelektrofahrzeug meines Opas, die neue viel versprechende Flamme meiner Ex-Wohnungskollegin, HBLA-Schülerinnen als Wohnungsnachbarinnen und dass meine Mutter am liebsten mehlige Kartoffeln kauft - am besten gleich 20 Kilo davon. (8. September)
Was Graz zu bieten hat
Nämlich: Einen den Tränen nahen Peter Pilz, "Das Zelt" quer durch ganz Graz im Dauerloop, 4 Stunden Schlaf, eine Kampfabstimmung zwischen Frauen mit Migrationshintergrund, Rollstuhl, hohem Alter und Jugend, einen die MusikarbeiterInnenkapelle filmenden ORF und ein wirklich ausgezeichnetes Catering. (7. September)
Auf nach Graz zum Grünen-Bundeskongress...
...um mit der MusikarbeiterInnenkapelle zumindest ein kleines Stück des 50-Millionen-Euro-Küchens zu erhalten, der bei jeder Nationalratswahl in den Wahlkampf investiert wird. (6. September)
Strache hat Magenschmerzen...
...er hat sich wohl zu oft seinen eigenen Wahlkampfsong (http://www.youtube.com/watch?v=U06lZwI9stM) angehört oder doch die Fernseh-Sequenz, wo ihn damals Armin Wolf so auflaufen ließ (http://www.youtube.com/watch?v=t5O3nwg9gXk). (5. September)
Typisch Österreich
Österreich bzw. Europa aus der Brasilien-Sichtweise: Sozialparadies, Ich will auch in Europa leben, 2. Weltkrieg, Bitte wo?, Coop Himmelblau, Gasometer, englischsprachig, Adolf Hitler, Gerhard Berger, Roger Federer, Sigmund Freud (4. September)
Total untypisch Brasilien
Was ich in Brasilien wirklich nicht erlebt habe: Regen, Kälte, WGs ohne Haushälterinnen, trinkbares Leitungswasser, Sambatänzer, Karneval, englischsprachige Touristenbüros, erholsame Busfahrten, Kebabstände an jeder Ecke, Punks... (3. September)
Typisch Brasilien
Da ich noch nichts typisch türkisches kenne, hier ein paar Beispiele zu Brasilien: Frittiertes Fastfood; Leute, die zu elektronischer Musik nicht tanzen; Autofahrer, die einen zuviel getrunken haben; Tourismusorte, die in der gleichen Liga wie Horn im Waldviertel spielen; Studenten-WGs mit Gästezimmer; Bier, das schneller nachgeschänkt als ausgetrunken ist; Studenten, die für 150 Euro im Monat Vollzeit arbeiten gehen; Bohnen und Reis - immer und überall; Barbeque - immer und überall; Mittagsbuffets, bei denen nach Gewicht gezahlt wird... (2. September)
Weiser Spruch - zur Abwechslung nicht von mir
Da ein Aufenthalt in Schiedlberg nur sehr selten zu neuen Erkenntnissen führt, gibt es heute ausnahmsweise einen weisen Spruch, der nicht von mir sondern von Goethe stammt: "Die meisten Menschen verarbeiten den größten Teil ihrer Zeit, um zu leben, und das bisschen, das ihnen von Freiheit übrig bleibt, ängstigt sie so, dass sie alle Mittel aufsuchen, um es los zu werden." (Die Leiden des jungen Werther) (31. August)
Neuer Lebensabschnitt
Ein neuer Lebensabschnitt beginnt: Ich werde Teil der Generation Internet und mir wird dadurch dank Wikipedia auch endlich bewusst, dass ich durch mein Geburtsjahr zur Generation Y gehöre - endlich fühle ich mich wo zugehörig. (30. August)
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