Dienstag, 30. Dezember 2008

Ent-taeuscht!

29. Dezember: Einige Illusionen wurden heute zumindest ein wenig Richtung Realitaet korrigiert, auch jene, dass ich meinen Sandkastentraum vom Dritten Nationalratspraesidenten wohl nie erreichen werde - meine derzeitige und zukünftige T-Shirt-Sammlung wird mir da sicher noch einen Strich durch die Rechnung machen und sicher auch mein ehemaliges Abo der links-linken Tintifax-Zeitschrift.

Sonntag, 28. Dezember 2008

Emails

Nach all dem Nachverfolgen der Spuren der letzten Tage bin ich für ein paar Emails ideal informiert und kann mich darauf konzentrieren, dass der Montag nicht mit Sachen verbracht wird, die eigentlich an einem Sonntag Abend erledigt werden sollten.

Drei Stunden Vorsprung

27. Dezember: Was soll man über einen Tag berichten, der für die meisten erst um 16 Uhr beginnt und für mich nur dank der göttlichen Gabe names 'Ich kann drei Stunden früher aufstehen als die anderen' ein Dali-Ausstellung bereit hielt und dann so endete, wie schon so oft berichtet, die Stichworte dazu sind: Çiço, Efes für 1 Euro, Peyote, leere İstiklal-Strasse um 4:30 Uhr.

Bloody Armenians

26. Dezember: Boxing Day, dass hiesse eigentlich Verwandte besuchen, zumindest bleibt uns das in der Türkei erspart und stattdessen wird nur der lokale Pluscity ein Besuch abgestattet und bei Bloody Mary und Efes-Bier darüber diskutiert, wie es denn jetzt wirklich mit dem armenischen Völkermord der Türkei steht.

Das Türkei-Massaker

25. Dezember: Wieder mal ein Beweis, dass englische - ja, ok, so originell ist das jetzt auch wieder nicht - Wortspiele oft nicht im Deutschen funktionieren, wie zum Beispiel, dass ich einen nicht unwesentlichen Anteil am genussvollen Begraebnis eines türkischen Truthahns beim sehr stimmungsvollen Christmas-Dinner in der Wohnung von Tessa und Hendrik hatte.

Christmas Eve

24. Dezember: Wie fühlt es sich an, wenn man am Weihnachtsabend eine Skype-Konferenz mit der Familie hat, dadurch ein wenig verwirrt zurück bleibt und spaeter mit den Erasmus-Kumpels auf die Campus-Party geht und dann noch bis spaet in die Nacht Freibier und Chicken-Wings geniesst? - Doch nur halb so schraeg wie erwartet.

Dienstag, 23. Dezember 2008

Türkische Friseure

Nicht dass es mich stoeren würde, dass die Campus-Haus-und-Hof-Friseure nichts mit meinen Frisur-Wünschen zu tun haben wollen, aber dass sie ihre Künste ihren Kollegen in der Neulerchenfelder Strasse ebenbürtig sind, muss nicht sein.

Zeit hat man nicht, man verschwendet sie

22. Dezember: Mir wurde ja schon von daenischer Seite erklaert, dass ich in manchen Belangen meine Zeit verschwende, ich stehe jedoch dazu und geniesse es auch am Montag stundenlang.

Dali yok

21. Dezember: Heute waere ich sogar auf Kultur aus gewesen, doch wusste das Sabancı Museum bzw. das undurchsichtige Bussystem (das meist nicht einmal Türken durchblicken) von Istanbul perfekt zu verhindern, dass ich mir die Dali-Ausstellung anschaue.

Unkorrekt^2

20. Dezember: Wo ich ja weiss, wie sehr die Zugriffszahlen meines Blogs im Keller sind kann ich auch ganz ungeniert schreiben, dass der Grossteil des Samstag eigentlich zugebracht wurde ein mehr als politisch unkorrektes Frühstück bei McDonalds zu geniessen und den restlichen Tag bei der amerikanischen Cafe-Kette von nebenan zu verbringen.

Samstag, 20. Dezember 2008

Campus-Fadess

19. Dezember: Sie geht um: Die wiederkehrende Gewissheit, dass der Campus zwar ein ausgezeichnetes Lern-Straflager ist, für ein Studentenleben abseits von Hörsaal, Bibliothek und Co aber nur sehr sehr wenig zu bieten hat.

Donnerstag, 18. Dezember 2008

4:0

Noch bin noch nicht ganz auf der Squash-Siegerstrecke - meine Vorhand macht mir noch immer ein wenig zu schaffen, auch mein Service ist verbesserungsfaehig - ein klarer Fall für einen Squash-USI-Kurs, auch wenn sich Square Dance, Schiessen Kleinkaliber, Osteoporosepraevention, Hot Iron, Fliegenfischen, Fit 60-plus und Behindertensport noch so verlockend anhoeren.

Mittwoch, 17. Dezember 2008

So schlimm war's nicht

Wo es schon so viele negativ besetzte Blogeintraege zu Econometrics hier gibt, muss ich eine Ehrenrettung antreten und zugeben, dass Dank dem guten Willen des Professors (Alpay F.., den Nachnamen kann ich noch immer nicht aussprechen) bei der Testgestaltung und das Hoffen auf das Nichtwissen meiner KollegInnen das Gefühl nach dem dem Midterm-Exam diesmal gar nicht so schlecht ist.

Ich kann's nicht

16. Dezember: Ich wollte gerade einen Xing-Account anlegen (dieses Studivz für alle Lohnknechte, die mehr als 1.300 Netto verdienen wollen), doch wie ich schon die ersten Lebenslaeufe und Selbstpraesentationen sah, da ergriff mich dieses 'Nein, das kann ich einfach nicht bringen'-Gefühl, dass ich sonst nur vom Anblick von Anzughemden kenne.

Tell me why I don't like mondays

15. Dezember: Was will man einem Montag schon positives abgewinnen, wenn Ökonometrie das Thema des mehrstündigen nicht gerade erfolgreichen Besuches des IC (Information Center) ist - naja, vielleicht die Erkenntnis, dass nichts leichter ist, als sich von Heteroskedastizität abzulenken.

Montag, 15. Dezember 2008

Re-Opening Party

14. Dezember: Genauso still und würdevoll wie gedacht ist die Wiedereröffnungsfeier der Bibliothek am Sonntag ausgefallen: es war nur das leise Verschieben der Glastür zu hören.

Sonntag, 14. Dezember 2008

Back to Campus

13. Dezember: Ja, der Campus steht noch, auch wenn wegen des Bayrams die meisten Einrichtungen verschlossen stehen, nur einige missmutige Deutsche und Israeli verblieben als letzte Zeugen des universitaeren Betriebs - doch selbst deren schlechte Stimmung konnten mich nicht aufhalten, mit zumindest einer positiven Grundeinstellung ans Lernen für den naechsten Ökonometrie-Test zu gehen.

Freitag, 12. Dezember 2008

Zurück

Das Abenteuer des Ostens ist vorüber, mein Handy wurde doch nicht von den drei dreisten Buben gestohlen, den tschechischen Yogi-Missionar werde ich wohl doch nicht auf Facebook adden und ich bin noch immer beeindruckt von der Landschaft rund um Diyarbakır.

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Hasankeyf

Mein Vergleichsmassstab für Ruinen ist ja noch immer die Schaumburg in Hartkirchen/OÖ, so betrachtet ist der Ort Hasankeyf ein Weltwunder schlecht hin - Hunderte verwaiste Wohnhoehlen aus dem 14. Jahrhundert, eine atemberaubende Landschaft und eine kilometerweite Menschenleere, die man sonst nur an einem Sonntag um 8 Uhr auf der Neulerchenfelderstrasse findet sind für mich überzeugend genug.

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Erster Abstecher nach Mardin

Ein wundervolles Panorama, das den Blick bis Syrien freigibt wurde mir im Lonely Planet über Mardin versprochen - so weit kam es nicht ganz, aber nach zwei Stunden im beharrlichen Nebel war ich froh wie sich die Wolken lichteten, eine wunderschoene antike Stadt auftauchte, die meinen Vorstellungen über Bethlehem im Jahre 0 ziemlich nahe kam, so dass ich bei der Abreise Mardin schon fast lieben konnte (Lonely Planet sagt naemlich gleich "Alle lieben Mardin").

Dienstag, 9. Dezember 2008

Flucht

Heute startet die Flucht vom Campus (der aufgrund seiner Menschenleere gerade eher eine Vorlage für einen Horrorfilm liefert) in den Tiefen Osten der Türkei, wo wohl nicht nur unzaehlige Bart- und KopftuchtraegerInnen besichtigt, sondern auch die historischen Staetten von Diyarbakır und Hasankeyf besucht werden.

Montag, 8. Dezember 2008

Was blieb übrig

Trotz eines motiverten Istanbulprogrammes plus abschliessender Campusbesichtigung liessen wir den Grossen Bazar, die Zisterne, Shantel im Babylon-Club, die Ritim-Bar, Üsküdar, eine Bosporus-Bootstour, den Harem im Top Kapi Palast und den Genuss eines immer wieder verdaechtigen Kokoreç-Sandwiches links liegen.

Sonntag eben

7. Dezember: Es ist Sonntag und nach dem gestrigen Abschiedsfortgehen (Alex und Genevieve reisen nach England/USA zurück) wird es auch 14 Uhr bis wir das Hostel verlassen und uns auf den Schiffsweg nach Kadiköy machen um spaeter noch mal ein nettes Shishalokal aufzusuchen.

Jubliaeum

6. Dezember: Auch wenn dies meinen 100. Blogeintrag darstellt, erzaehle ich nichts vom harten Leben des Blogschreibens, sondern davon, dass wir heute den mit Prunk überfrachteten Dolma Bahçe-Palast besuchten und zwecks Kulturclash danach das Museum 'Istanbul Modern' besichtigten, bei der zB die zeitgenoessische Sammlung des österreichischen Energiekonzerns Verbund zu sehen ist.

Die echte Hagia Sophia

5. Dezember: Nachdem Stefan am Vortag die Chance verpasste, die echte Hagia Sophia zu besichtigen und statt dessen in der Blauen Moschee landete, erhaelt er nun einen Besuchstermin bei der Hagia Sophia mit all ihren tollen Mosaiken, dem Top Kapi mit seiner tollen Aussicht und einem anstaendigen Balik Ekmek, das selbst beim abendlichen Hamam-Besuch noch immer den Verdauungstrakt beschaeftigte.

Peyote

4. Dezember: So klein kann doch Istanbul sein - bei einem Abstecher in den Stammclub 'Peyote' treffen wir auch noch gleich die Fjendbo-Plan-A-Freundin/Kunststudentin/Türkin/noch-immer-raetselhafte Didem, die uns auch noch gleich auf das 'geverde'-Konzert einlaedt.

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Besuch

3. Dezember: Mit einigen Umwegen ist Stefan doch beim Hostel angekommen, als Vorgeschmack gab es gleich einen naechtlichen Irrspaziergang und am folgenden Wochenende werden seine und meine Istanbul-Kenntnisse noch weiter verbessert.

Alkoholverbot

2. Dezember: Selbst Geburtstagsfeiern werden vom Alkoholverbot am Campus nicht ausgenommen, 30 Europaer, eine Geburtstagstorte und einige Flaschen Vodka und Whiskey waren sofort im Visier der Campus-Security bzw. der Überwachungskamera im TV-Raum und mussten so kurzerhand flüchten.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Fjendbo-Booklet

1. Dezember: 1 Daene, 25 Jahre, 1 Tag, 25 Stunden, 1 Booklet, 1 Deadline, 10 Verspaetungen, 1 Sekt, 15 Euro